Jonte Körner ist durch nichts zu stoppen

Von M.K., 30.05.-01.06.2014 - Elbe-Schwimmhalle, Magdeburg: Das Wedeler Talent war nicht einmal durch eine Vollsperrung auf der Autobahn von seinem Triumphzug auf das Siegerpodest abzuhalten. Neben Körner erschwimmt zudem Jasmin Cwiklinski die Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin.

Die SG Elbe reiste mit insgesamt zehn Aktiven und zwei Trainern nach Magdeburg. 25 Kilometer vor dem Ziel gerieten alle Wettkampfpläne allerdings ernsthaft in Gefahr: unfallbedingte Vollsperrung der A2! Alsbald erkannte man weitere Wettkampfteilnehmer, die allesamt die Autos verließen und mit Sprungseil, Theraband oder anderen Former der Erwärmung den Wettkampf zwangsweise auf der Asphaltbahn vorbereiteten. Glücklicherweise war die Unfallstelle nach eineinhalb Stunden aber geräumt und der Stau löste sich zügig auf.

Jonte Körner ließen diese Ereignisse vollkommen kalt und schon bei seinem ersten Start schwamm er in neuer persönlichen Bestzeit über 400m Freistil (4:17,20 Minuten) auf den Bronzerang in seinem Jahrgang. Bestzeit folgten wie am Fließband über 50m, 100m und 200m Freistil - wenn auch ohne weiteres Edelmetall. Jetzt ist zu hoffen, dass Jonte die Form bis zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften vom 16. bis zum 20. Juni in Berlin halten können wird. Dort wird er über 200m, 400m und 800m Freistil sowie über 50m Schmetterling an den Start gehen. Ebenfalls nach Berlin wird seine Trainingskameradin Jasmin Cwiklinski fahren, die aufgrund ihrer Abschlussprüfungen mit einem enormen Trainingsrückstand in den Wettkampf ging. Umso erfreulicher ist ihre Qualifikation für die deutschen Titelkämpfe über 50m Freistil. In Magdeburg bedeute die Zeit von 0:27,64 Minuten Platz 9 in der Juniorenwertung.

Auch ein Quartett aus Pinneberg machte mit einer Vielzahl an Bestleistungen auf sich aufmerksam: Fjolla Krasniqi zeigte sich auf den für sie ungewohnten 50m Brust in Bestform, obwohl eigentlich die Anfang Juli in Hamburg stattfindenden Deutschen Freiwassermeisterschaften ihr Saisonziel sind. Emily Schröder, Lea Kuhn sowie Zoe Krause zeigten, dass Antonyuk die richtige Wahl als Trainer in Pinneberg gewesen war.

Weniger glücklich lief es für Lisa-Marie Nuppenau, die sich seit den Landesmeisterschaften mit Fieber herumplagte. "So war es kein Wunder, dass gerade auf den 200m Brust am Ende die Kraft fehlte", bilanzierte ihr Trainer Mathias Kopp. Lisas Trainingskameradin Charlotte Buchholz ging es nicht besser, denn diverse Trainingsausfälle forderten auf den letzten Metern im Rennen über 100m Rücken ihren Tribut - Kopps Zusammenfassung: "Sie ist mutig mit Bestzeit angegangen, aber zu guter Letzt fehlte das Stehvermögen."

Unter dem Strich waren Antonyuk Kopp aber zufrieden und sahen ihre Schützlinge voll im Soll. Jetzt geht es in die ganz heiße Phase vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sowie den Deutschen Freiwassermeisterschaften, wo beide Trainer auf eine erneute Leistungssteigerung hoffen. Zeitgleich zu den Berliner Titelkämpfen werden in Hannover die Deutschen Meisterschaften der Master stattfinden, wo die SG Elbe erneut durch diverse Athleten vertreten sein wird.

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