Zweimal Bronze für Masters

Von J.A. und L.D. 14.-16. Jun 2013 - Badezentrum Sindelfingen: Der Pinneberger Sergiy Antonyuk schwimmt bei den Deutschen Titelkämpfen der Masters zweimal aufs Treppchen. Bei sommerlichen Temperaturen blieb er von der beinahe 900 Personen starken Kulisse aus 241 Vereinen unbeeindruckt und sicherte sich das Edelmetall jeweils durch eine starke Renneinteilung im Schlussspurt.

Am Donnerstag ging es für Jessica Alsdorf, Antonyuk, Ingo Benneweg, Torsten Lagerpusch und Matthias Wendt nach Sindelfingen zu den Deutschen Mastersmeisterschaften. Nach langer Fahrt mit 30°C Außentemperatur und defekter Klimaanlage kam das kalte Wasser im Badezentrum gerade recht. Das anschließende Essen beim Italiener um 21 Uhr raubte fast allen den Schlaf, trotzdem ging es am nächsten Morgen um 7:45 Uhr wieder zum Einschwimmen.

Ingo und Torsten machten den Anfang über 200m Lagen. Ingo belegte leider den unglücklichen vierten Platz (2:42,24 Minuten), während Torsten den Wettkampf rein als Vorbereitung auf die Europameisterschaften im September auf den Zettel hatte und nur Wettkampfpraxis suchte. Seinen sechsten Platz in 2:33,56 Minuten bewertete er später mit „besser als befürchtet, schlechter als erhofft!“ Das erste Highlight für die SG-Asse war dann die Entscheidung über 100m Rücken. Zunächst schwamm Matthias in guter Zeit von 1:12,31 Minuten auf Platz 4 vor und dann kam Sergiy in der Altersklasse 25. Nach 75m war der Ausgang des Rennens noch völlig offen, doch am Ende konnte sich Sergiy in 1:05,00 Minuten den Bronzerang erschwimmen und somit die erste Medaille für die SG Elbe gewinnen.

Torstens 100m Brust (8. in 1:18,72 Minuten) und die 50m Schmetterling mit Jessica (13. in 0:32,90 Minuten), Ingo (5. in 0:29,79 Minuten) sowie Matthias (8. in 0:30,70 Minuten) bildeten die Überleitung zur Staffelentscheidung über 4x50m Lagen. Die Herren schwammen in der Besetzung mit Sergiy, Torsten, Matthias und Ingo in 2:02,05 Minuten in der Altersklasse 120-159 auf einen guten achten Rang vor, das Mixed-Team mit Matthias, Lara, Jessica und Torsten kam in der gleichen Alterswertung in 2:15,01 Minuten auf den neunten Platz.

Nach Ende des Wettkampftages freuten sich alle auf das wohlverdiente Abendessen. Zunächst ging es allerdings zum Flughafen Stuttgart, um Lara abzuholen. Der anschließende Besuch das Sindelfinger Stadtfest zu besuchen, scheiterte kläglich an mangelnden Parkmöglichkeiten, was aber keineswegs die Laune trübte, sondern eine amüsante Fahrt zu Kaufland nach sich zog.

Der Samstagmorgen war voller Starts für die Elbe-Aktiven. Wer nicht selbst schwamm, konnte sich im unmittelbar angrenzenden Freibad bei strahlendem Sonnenschein ein- bzw. ausschwimmen oder die Meisterschaften im Synchronschwimmen beobachten. Dank einer sehr guten Organisation und Zeitplanung des Veranstalters fanden alle Starts wie im Meldeergebnis angezeigt statt, so dass alle zum Anfeuern in die Halle kommen konnten und kein Clubkamerad verpasst werden konnte. Dies brachte das ein oder andere sehr gute Ergebnis hervor. Jessica schwamm die 100m Schmetterling in 1:17,51 Minuten (Platz 8); Ingo brauchte für die Strecke 1:09,61 Minuten, kam aber wieder nicht über den vierten Platz hinaus. Auch Matthias schwamm die 100m Schmetterling, er wurde in 1:07,78 Minuten Fünfter. Mit seinen 50m Freistil war Ingo nicht zufrieden (0:28,14 Minuten); ein sechster Platz konnte sich allerdings sehen lassen. Den Abschluss des ersten Wettkampfabschnitts bildeten die 4x50m Freistilstaffeln in der Mixed-Wertung. Die SG Elbe ging wieder in der Altersklasse 120-159 an den Start und wurde in Person von Ingo, Lara, Jessica und Sergiy erneut Achter in 1:59,03 Minuten. Nachmittags sprangen Torsten und Sergiy für die 200m Freistil ins Wasser. Erstgenannter kommentierte seine Leistung vielsagend mit „eijeijei“, während Sergiy bei seinem achten Platz in 2:15,89 Minuten alle Vorgaben von Ingo haargenau befolgte und daher mit sich zufrieden sein konnte. Lara belegte nachfolgend über 50m Brust den 15. Platz in 0:40,85 Minuten, musste sich nach ihrem Rennen allerdings mit Torsten streiten, ob sie einen Tauchzug gemacht hatte oder nicht. Zumindest beim Tauchzug zeigt Torsten anschließend, wie es gemacht wird – 0:34,05 Minuten, Platz 7. Bei der abschließenden 4x50m Freistilstaffel kamen Matthias, Torsten, Ingo und Sergiy noch einmal auf den sechsten Platz und waren mit der Endzeit von 1:50,30 Minuten auch sehr zufrieden.

Direkt nach der Staffel brauchten wir alle Matthias zum Stuttgarter Hauptbahnhof – eine halbe Weltreise. So hatten wir uns das Abendessen – wie gewohnt zum Italiener gegenüber unseres Hotels – redlich verdient. Diesen Abend schafften wir es auch auf das Stadtfest, da Torstens uns mit dem Bus einfach absetzte und zwei Stunden später wieder abholte.

Am Sonntag gingen nur noch Ingo über 100m Freistil, wo er in 1:02,60 Minuten noch einmal fünfter wurde, und Sergiy über die 50m Rücken an den Start. Wie bei den 100m Rücken lag Sergiy nach dem Start zurück, schwamm dann aber noch auf den hervorragenden Bronzerang vor. Das zweite Edelmetall rundete ein gelungenes Wettkampfwochenende ab und versöhnte für die lange Rückreise, auf der es zumindest nicht mehr so heiß war wie auf dem Weg in den Süden.

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